{"id":2339,"date":"2008-11-12T09:00:41","date_gmt":"2008-11-12T08:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/?p=2339"},"modified":"2019-09-16T21:34:02","modified_gmt":"2019-09-16T19:34:02","slug":"um-hilfe-wird-oft-zu-spaet-gebeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/2008\/11\/12\/um-hilfe-wird-oft-zu-spaet-gebeten\/","title":{"rendered":"Um Hilfe wird oft zu sp\u00e4t gebeten"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:calc( 1280px + 0px );margin-left: calc(-0px \/ 2 );margin-right: calc(-0px \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><div class=\"clear_news\">\n<div>\n<h1>Um Hilfe wird oft zu sp\u00e4t gebeten<\/h1>\n<h3>Christel M\u00fcller-Ovelhey \u00fcber ihre ersten 100 Tage beim Hospizverein<\/h3>\n<\/div>\n<p>Am meisten beeindruckt hat Christel M\u00fcller-Ovelhey das Engagement der Ehrenamtlichen. Foto: WAZ, Gero Helm Die ersten 100 Tage als Koordinatorin des Hospizvereins hat sie hinter sich gebracht: Mit Christel M\u00fcller-Ovelhey sprach Redakteurin Annette Wenzig \u00fcber ihre bisherigen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Was war f\u00fcr Sie w\u00e4hrend der ersten 100 Tage besonders beeindruckend?<\/p>\n<p>M\u00fcller-Ovelhey: Das Super-Engagement der Ehrenamtlichen und die herzliche Aufnahme. Ich bin ja als Koordinatorin keine weisungsbefugte Dienstherrin. Wenn eine Sterbebegleitung ben\u00f6tigt wird, rufe ich einen ehrenamtlichen Mitarbeiter an &#8211; und der l\u00e4sst meist zu Hause alles stehen und liegen. Das finde ich toll.<\/p>\n<p>Sie haben vor Ihrem Wechsel zum Hospizverein einen Pflegedienst geleitet. Warum haben Sie sich f\u00fcr die Hospizarbeit entschlossen?<\/p>\n<p>M\u00fcller-Ovelhey: In der Pflegedienstleitung bleibt man ja auch nicht vom Tod verschont. Wenn man betagte Menschen betreut, steht das Thema Sterben immer im Focus. Es hat mich gereizt, zum Kern zur\u00fcckzukehren und Menschen in einer existenziellen Sondersituation unterst\u00fctzend zur Seite zu stehen. Ohne den Zeitdruck und die betriebswirtschaftlichen Zw\u00e4nge, nach denen sich ambulante Pflegedienste richten m\u00fcssen. Ich hatte oft das Gef\u00fchl, ich entferne mich in der Pflegedienstleitung immer mehr von dem Menschen, um den es eigentlich geht: den Patienten.<\/p>\n<p>Inwieweit sind Sie als Koordinatorin des Hospizvereins wieder n\u00e4her am Patienten?<\/p>\n<p>M\u00fcller-Ovelhey: Ich habe den ersten Kontakt mit den Klienten. Zu meinen Aufgaben geh\u00f6rt die vorsorgliche oder auch akute Beratung von Betroffenen und Angeh\u00f6rigen im Hinblick auf die Gestaltung der letzten Lebensphase. Im Erstgespr\u00e4ch, das bis zu drei Stunden dauern kann, besteht die Kunst darin herauszusp\u00fcren, was die Beteiligten brauchen. Leider wird unsere Hilfe oft viel zu sp\u00e4t in Anspruch genommen, meist erst unmittelbar im Sterbeprozess.<\/p>\n<p>Ab wann kann oder sollte man sich denn an den Hospizverein wenden?<\/p>\n<p>M\u00fcller-Ovelhey: Wann immer man das Gef\u00fchl hat, psychologische Unterst\u00fctzung zu brauchen. Unter der Voraussetzung, dass der Patient unter einer Erkrankung leidet, die in absehbarer Zeit zum Tode f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Welche Unterst\u00fctzung bietet der Hospizverein neben der Sterbebegleitung?<\/p>\n<p>M\u00fcller-Ovelhey: Wir informieren dar\u00fcber, wie unser Netzwerk aufgebaut ist, welche Hilfen man von \u00c4rzten, Pflegediensten, Seelsorgern und den Partnern im Palliativnetz in Anspruch nehmen kann. Ich h\u00f6re oft den Satz: Wenn ich das alles doch eher gewusst h\u00e4tte. Das bezieht sich meist auf die M\u00f6glichkeiten der Palliativmedizin bei starken Schmerzen.<\/p>\n<p>Woran liegt es, dass die Menschen erst so sp\u00e4t Ihre Hilfe in Anspruch nehmen?<\/p>\n<p>M\u00fcller-Ovelhey: Viele haben den Anspruch: Das muss ich doch alleine schaffen. Es ist schon verr\u00fcckt: Wir planen unsere Karriere, wir betreiben Familienplanung &#8211; aber wenn es um das Lebensende geht, h\u00f6rt alle Planung auf. Aber das kann man nicht den Angeh\u00f6rigen \u00fcberlassen oder dem Staat. Das muss man selbst in die Hand nehmen. Wir k\u00f6nnen aber immer eine Form der Unterst\u00fctzung geben. Das sind oft ganz winzige Dinge. Die Menschen sollten den Mut haben, uns fr\u00fcher zu rufen, damit wir ihnen die verbleibende Zeit noch gut gestalten und sie entlasten k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:25px;margin-bottom:25px;width:100%;\"><\/div>\n<div style=\"text-align:center;\"><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/aktuelles\/eigene-informationen\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/span><\/a><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2339","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-waz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2339"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2339\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3381,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2339\/revisions\/3381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}