{"id":2345,"date":"2007-10-05T09:00:25","date_gmt":"2007-10-05T07:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/?p=2345"},"modified":"2019-09-16T21:35:49","modified_gmt":"2019-09-16T19:35:49","slug":"der-tod-ist-das-ziel-einer-aufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/2007\/10\/05\/der-tod-ist-das-ziel-einer-aufgabe\/","title":{"rendered":"Der Tod ist das Ziel einer Aufgabe"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:calc( 1280px + 0px );margin-left: calc(-0px \/ 2 );margin-right: calc(-0px \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><div class=\"clear_news\">\n<h1>Der Tod ist das Ziel einer Aufgabe<\/h1>\n<p>Sterbenden vermitteln, dass sie in ihrer letzten Lebensphase nicht allein sind, wollen die ehrenamtlichen Sterbebegleiter des Hospizvereins &#8211; und darauf am heutigen Welthospiztag aufmerksam machen. Die Szene ist nachgestellt. Sterbenden vermitteln, dass sie in ihrer letzten Lebensphase nicht allein sind, wollen die ehrenamtlichen Sterbebegleiter des Hospizvereins &#8211; und darauf am heutigen Welthospiztag aufmerksam machen. Die Szene ist nachgestellt. Foto: WAZ, Jakob Studnar Ehrenamtliche Sterbebegleiter wollen dazu beitragen, dass Menschen ihr Ende m\u00f6glichst friedlich und entspannt erreichen<\/p>\n<p>An ihren ersten Kontakt mit dem Tod kann sich Brunhilde Duffner gut erinnern. &#8222;Ich war ersch\u00fcttert&#8220;, sagt die 60-J\u00e4hrige, die sich damals in der Ausbildung zur Altenpflegerin befand. Nicht, weil sie erleben musste, wie ein Mensch starb &#8211; sondern dar\u00fcber, wie damit umgegangen wurde. &#8222;Du hast ja keine Handschuhe an&#8220;, habe man sie angefahren. &#8222;Aber mein Kopf wusste, dass ich das nicht brauche. Mir war klar, dass mein Tun okay ist.&#8220;<\/p>\n<p>Ein Erlebnis, das Brunhilde Duffner nachhaltig beeindruckt hat &#8211; und Ausl\u00f6ser daf\u00fcr war, dass die Leiterin der Caritas-Tagespflege seit vier Jahren ehrenamtlich f\u00fcr den Hospizverein arbeitet: als Sterbebegleiterin. Eine Aufgabe, deren Ziel der Tod ist. &#8222;Wenn ich dazu beitragen kann, dass dieses Ziel friedlich und entspannt erreicht wird&#8220;, sagt sie, &#8222;dann kann ich mich f\u00fcr diesen Menschen freuen. Dieses Dabei-Sein ist das Gr\u00f6\u00dfte, was ich f\u00fcr einen Menschen tun kann.&#8220; Was nicht hei\u00dft, dass ihr die Begleitung Sterbender nicht unter die Haut geht. &#8222;Aber man gewinnt auch viel f\u00fcr sich selbst. Aus Mutter-Theresa-Motivation macht das keine von uns.&#8220;<\/p>\n<p>Uns &#8211; damit meint Brunhilde Duffner die rund 35 Ehrenamtlichen, die f\u00fcr den Hospizverein als Sterbebegleiter t\u00e4tig sind. Was sie eint, bringt Angelika Birschmann auf den Punkt, die erst vor kurzem den Bef\u00e4higungskurs zur Sterbebegleiterin absolviert hat: &#8222;Wir wollen das Thema Sterben nicht mehr totschweigen.&#8220; Zu den Ehrenamtlichen geh\u00f6rt auch die ehemalige Buchhalterin Ulla Neudorfer, die bereits seit 1996 im Einsatz ist. &#8222;Neugier&#8220;, sagt die 69-J\u00e4hrige, sei ihr Beweggrund gewesen. &#8222;Der Mensch ist f\u00fcr mich das Spannendste &#8211; sonst h\u00e4tte ich ja auch Basteln gehen k\u00f6nnen.&#8220; Nat\u00fcrlich seien da Gedanken wie ,Kannst du das \u00fcberhaupt\u00b4 oder ,Macht der Tod dir keine Angst\u00b4 gewesen, &#8222;aber das Thema ist mir wichtig. Nicht zuletzt, weil ich mich selbst im letzten Drittel meines Lebens befinde&#8220;.<\/p>\n<p>Zuwendung, Zuh\u00f6ren und Sterbenden vermitteln, dass sie nicht allein sind &#8211; das macht den Gro\u00dfteil der Sterbebegleitung aus. Dazu geh\u00f6rt aber auch die Betreuung der Angeh\u00f6rigen. &#8222;Wir als Fremde k\u00f6nnen oft gerade deshalb helfen, weil wir keine Familienangeh\u00f6rigen sind&#8220;, wei\u00df Gesine Maurer, hauptamtliche Koordinatorin des Hospizvereins. &#8222;Angeh\u00f6rige wollen, dass der Sterbende bleibt, empfinden es als Verrat, wenn er sein Ende akzeptiert hat. Ihnen k\u00f6nnen wir im Idealfall helfen loszulassen.&#8220;<\/p>\n<p>Wichtig sei eine professionelle Distanz zum Geschehen: &#8222;Wenn es auf den Tod zugeht, wird es dramatisch in den Familien. Man darf sich nicht in diese Dynamik reinziehen lassen, denn man macht das nicht als Privatperson.&#8220; Als &#8222;eine Form von Abgrenzung&#8220; beschreibt es Ulla Neudorfer: &#8222;Ich begleite jemanden auf Zeit und gebe ihn wieder ab.&#8220; Pers\u00f6nlich nehmen d\u00fcrfe man Erlebnisse mit Sterbenden nicht: &#8222;Ich habe mal einen Mann betreut, der richtig w\u00fctend war und sagte ,Ich k\u00f6nnte Ihnen jetzt eine reinhauen\u00b4. Dem habe ich vermittelt, dass sich seine Wut gegen alles richtet &#8211; und damit war\u00b4s gut.&#8220;<\/p>\n<p>Welchen Gewinn ziehen die Ehrenamtlichen aus dieser Arbeit? &#8222;Man erf\u00e4hrt, wie begrenzt das Leben ist &#8211; und sch\u00e4tzt mehr, was man hat&#8220;, sagt Gesine Maurer. F\u00fcr Ulla Neudorfer ist es &#8222;Gelassenheit, ein In-Sich-Ruhen, die F\u00e4higkeit, Unbedeutendes von Bedeutendem zu trennen. Ich habe erlebt, dass es f\u00fcr viele Menschen auch etwas Begl\u00fcckendes ist, am Ende eines Weges angekommen zu sein&#8220;. Und ein St\u00fcck weit haben sie alle die Angst vor dem eigenen Tod verloren. &#8222;Wenn ich an mein eigenes Ende denke, sp\u00fcre ich eine gewisse Gelassenheit&#8220;, sagt Brunhilde Duffner und erg\u00e4nzt: &#8222;Das Leben ist so phantastisch &#8211; das Sterben kann nicht weniger gut sein.&#8220;<\/p>\n<p>Annette Wenzig<\/p>\n<\/div>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:25px;margin-bottom:25px;width:100%;\"><\/div>\n<div style=\"text-align:center;\"><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/aktuelles\/eigene-informationen\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/span><\/a><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2345","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-waz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2345"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3150,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2345\/revisions\/3150"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}