{"id":2349,"date":"2007-02-02T09:00:39","date_gmt":"2007-02-02T08:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/?p=2349"},"modified":"2019-09-16T21:37:06","modified_gmt":"2019-09-16T19:37:06","slug":"wenn-das-notfall-handy-klingelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/2007\/02\/02\/wenn-das-notfall-handy-klingelt\/","title":{"rendered":"Wenn das Notfall-Handy klingelt"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:calc( 1280px + 0px );margin-left: calc(-0px \/ 2 );margin-right: calc(-0px \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h1>Wenn das Notfall-Handy klingelt<\/h1>\n<p>Sterbebegleitung kennt keine Sonn- und Feiertage. Siegfried Schirmer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Hospizvereins, lernte die Praxis kennen. Ehrenamtliche reagierten prompt und professionell<\/p>\n<p>Gewisse Dinge brauchen Zeit, bis man dar\u00fcber reden kann. Wer spricht schon gerne \u00fcber Tod, Trauer, Leid und gesteht seine Hilflosigkeit? Und so datiert der Beginn dieser Geschichte auf den Pfingstsonntag 2006.<\/p>\n<p>Siegfried Schirmer (62), seit sechs Jahren ehrenamtlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Hospizvereins, hat zum ersten Mal Dienst am sogenannten &#8222;Notfall-Handy&#8220;. Gesine Maurer, die hauptamtliche Koordinatorin, und vier ehrenamtliche Kr\u00e4fte, die sonst den Notdienst organisieren, haben eine Auszeit genommen. &#8222;Ich habe damals insgeheim gehofft, dass das Handy nicht klingelt&#8220;, gesteht Siegfried Schirmer. Doch es kam anders.<\/p>\n<p>Um 20.15 Uhr ruft G\u00fcnter Falkowski (70) aus Dortmund an. Mit seinem f\u00fcnf Jahre j\u00fcngeren Bruder Alfred, der allein in G\u00fcnnigfeld lebt und bereits vor einigen Jahren schwer an Krebs erkrankt ist, geht\u00b4s offensichtlich zu Ende. Seine Angeh\u00f6rigen und einige befreundete Nachbarn, die einen Tag- und Nachtdienst f\u00fcr den inzwischen fast v\u00f6llig hilflosen Mann organisiert hatten, sind selbst am Ende ihrer Kr\u00e4fte. G\u00fcnter Falkowski: &#8222;Wir wussten einfach nicht mehr weiter. Das Schlimmste f\u00fcr mich pers\u00f6nlich war, dass mein Bruder offensichtlich nicht in der Lage schien, seine Situation einzusch\u00e4tzen. Ich war nicht f\u00e4hig, ihm zu sagen, dass seine Uhr abl\u00e4uft. Er hing trotz des langen Leidens am Leben.&#8220;<\/p>\n<p>Siegfried Schirmer sagt G\u00fcnter Falkowski, er werde sich um das Anliegen k\u00fcmmern, versprechen mag er dem verzweifelten Anrufer aber nichts &#8211; es ist Feiertag. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Hospizvereins bittet seine Frau Jutta, die Seelsorgerin ist und den Trauertreffpunkt an der Stresemannstra\u00dfe leitet, um Hilfe. Gemeinsam stellen sie eine Liste von Ehrenamtlichen auf, die man m\u00f6glicherweise mobilisieren kann. Siegfried Schirmer erinnert sich. &#8222;Ich habe genau f\u00fcnf Anrufe get\u00e4tigt, und bereits um 21 Uhr konnten wir mit der Betreuung und Begleitung von Alfred Falkowski beginnen. Ich war tief ber\u00fchrt, wie schnell und selbstlos unsere Ehrenamtlichen an einem Sonntagabend zu Nachteins\u00e4tzen bereit waren.&#8220; G\u00fcnter Falkowski fiel ein Stein vom Herzen: &#8222;Ich h\u00e4tte so etwas nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, ich empfand damals einfach nur tiefe Dankbarkeit und Hochachtung.&#8220;<\/p>\n<p>Nach dem Pfingstfest organisiert dann Gesine Maurer die Begleitung des Schwerkranken. Und sie spricht ihn ganz offen auf seine Situation an. G\u00fcnter Falkowski: &#8222;Ich war heilfroh und erleichtert, dass es endlich heraus war, auch wenn mein Bruder ziemlich barsch darauf reagierte und sagte ,So schnell gebe ich den L\u00f6ffel nicht ab\u00b4.&#8220;<\/p>\n<p>In den folgenden Tagen wird Alfred Falkowski immer stiller. &#8222;Er konnte kaum noch reden, aber an seiner Mimik und Gestik war zu erkennen, wie wohltuend er die menschliche Zuwendung der Hospiz-Mitarbeiter empfunden hat, wie dankbar er auch daf\u00fcr war&#8220;, schildert G\u00fcnter Falkowski. Am 12. Juni 2006 stirbt Alfred Falkowski. Sein Bruder sagt: &#8222;Die liebevolle Begleitung war nicht nur f\u00fcr ihn, sondern auch f\u00fcr mich eine seelische Erl\u00f6sung. Ich bin froh, dass ich auf diese Art und Weise von ihm Abschied nehmen konnte. Deswegen kann ich heute auch mit meiner Trauer ganz gut umgehen.&#8220;<\/p>\n<p>Siegfried Schirmer ist froh, solche S\u00e4tze zu h\u00f6ren. &#8222;Schlie\u00dflich ist es unser Ziel, nicht nur Sterbende zu begleiten, sondern auch ihre Angeh\u00f6rigen zu entlasten.&#8220;<\/p>\n<p>Info: Tel: 0234\/941 30 70<br \/>\n&#8222;Ich empfand damals einfach nur tiefe Dankbarkeit und Hochachtung.&#8220;<\/p>\n<p>Ferdi Dick<\/p>\n<\/div><div style=\"text-align:center;\"><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/aktuelles\/eigene-informationen\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/span><\/a><\/div>\n<div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:25px;margin-bottom:25px;width:100%;\"><\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2349","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-waz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2349"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2349\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3386,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2349\/revisions\/3386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hospizverein-wattenscheid.de\/neu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}